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2010

Jeder Euro hilft den Waisenkindern

Gronau (mb). Die Hilfsbereitschaft für die Waisenkinder im Erdbebengebiet von Haiti war groß. Rund 150 Gäste nahmen auf Einladung der Frauen des „Zonta Club Hildesheim“ an einem Benefi z-Kinoabend in Gronau teil. Das Kino war damit bis auf den letzten Platz ausverkauft.

 

Der Zonta Club ist ein internationaler Zusammenschluss berufstätiger Frauen in leitender oder selbständiger Position.Die Mitglieder treten in erster Linie für die Rechte von Frauen in aller Welt ein.

Dem Hildesheimer Club gehören derzeit 28 Frauen aus der Region an. Auf dem Programm des Benefiz-Kinoabends in Gronau am Internationalen Frauentag stand die italienische Filmkomödie „Brot und Tulpen“ aus dem Jahre 1999. Da das Gronauer Kulturbüro die Mietgebühren gespendet hatte, kam allein durch die Eintrittsgelder nach Abzug der Kosten für Speise und Getränke ein Erlös von rund 2000 Euro zusammen. Die Höhe der zusätzlichen Spenden stand vor Redaktionsschluss noch nicht fest.

Das Geld soll der Unterstützung des Vereins „Unsere kleinen Schwester und Brüder“ dienen, der in der ARD-Sendung mit Anne Will am 17. Januar dieses Jahres vorgestellt wurde. „Natürlich waren wir alle von den Folgen des Erdbebens in Haiti geschockt“, so die Präsidentin des Zonta Club Hildesheim, Isabell Krone, im Gespräch mit dieser Zeitung. Als dann die Präsidentin von Zonta International, Beryl Sten, einen Spendenaufruf gestartet habe, sei recht schnell die Idee eines Benefiz-Kinoabends entstanden.

 

Nach einem kleinen Imbiss begrüßte die stellvertretende Landrätin Sabine Hermes, die ebenfalls dem Zonta Club angehört, die Gäste. „Ich freue mich, dass auch einige Männer unserer Einladung am heutigen Weltfrauentag gefolgt sind“, stellte sie fest.

Auch Isabell Krone ging in ihrer Ansprache auf den Internationalen Frauentag ein. Sie erinnerte daran, dass dieser Tag nach einem Streik von Textilarbeiterinnen in den USA am 8. März 1907 ins Leben gerufen worden war. Ein Jahr später sei in den USA das Wahlrecht für Frauen eingeführt worden, weitere zehn Jahre später dann in Deutschland und Österreich. „Zwischen 1933 und 1945 war der Frauentag in Deutschland verboten“, so Krone rückblickend.

Die Präsidentin erinnerte daran, dass die Erdbebenkatastrophe im Januar dieses Jahres mehr als 222 000 Todesopfer gefordert habe. „Dies entspricht der Einwohnerzahl von Hildesheim, Alfeld, Algermissen, Bad Salzdetfurth, Bockenem, Elze, Freden, Giesen, Gronau, Harsum, Nordstemmen, Sarstedt, Schellerten und Sibbesse“, machte sie deutlich. Die Zahl der Verletzten bezifferte sie auf knapp 311 000. Insgesamt 1,5 Millionen Menschen hätten ihr Hab und Gut verloren, was der Einwohnerzahl von Hamburg entspreche. „Vier Fünftel der Bevölkerung von Haiti muss mit 1,50 Euro pro Tag für den Lebensunterhalt auskommen“, stellte Krone fest. „Jeder Euro von uns wird also den Menschen dort helfen“, fügte sie

Quelle: HAZ


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